Caravan Salon Düsseldorf:

Der Columbus Liner von innen, Bürstner-News und ein abnehmbares Waschbecken fürs Wohnmobil

Kurz gesagt: Mein drittes Highlight-Video vom Caravan Salon Düsseldorf zeigt den Westfalia Columbus Liner von innen – ein Fiat Ducato auf H3-Chassis mit Heckgarage für zwei E-Bikes, komplett gasfreier Stromversorgung (540-Ah-Lithiumbatterie, 165-Watt-Solaranlage) und Bett über der Garage statt im Aufstelldach. Dazu gibt's Neuigkeiten von Bürstner, Infos von Pössl und das nach meiner Kenntnis erste abnehmbare Waschbecken für Camper.

Ich stehe die ganze Messewoche auf dem Caravan Salon in Düsseldorf und auf dem angrenzten P1-Gelände – und weil in ein einziges Video einfach nicht alles reinpasst, gibt's diesmal Highlight-Video Nummer drei. Der Andreas aus den Kommentaren wollte unbedingt wissen, wie der Westfalia Columbus Liner von innen aussieht, den ich schon als Highlight vorgestellt hatte. Also habe ich mir dafür extra Zeit mit Eva von Westfalia genommen. Nebenbei war ich bei Bürstner, bei Pössel, habe einen waschechten Allrad-Kastenwagen von Kabe angeschaut und bin bei zwei Frauen gelandet, die ihren Camper komplett selbst gebaut haben – inklusive einem Detail, das ich so noch nirgends gesehen habe.

Das Video zum Beitrag:

Auch zu diesem Blogbeitrag gibt es natürlich ein Video:

„Caravan Salon 2026: DAS mobile Waschbecken und Brachen-Gespräche (TEIL 3)“

Was steckt in der Heckgarage des Westfalia Columbus Liner?

Die Heckgarage des Columbus Liner ist mit einem Tour-Veloside-System ausgestattet, in dem zwei komplette E-Bikes verstauen kannst – mit einem Handgriff zieht Eva die Räder raus und wieder zurück. Daneben gibt's einen großen Kofferraum mit Airline-Schienen, in dem noch Surfboard und Co. Platz finden. Die Detailverliebtheit zeigt sich in Kleinigkeiten: Das Pedal verschwindet beim Verstauen in einem eigenen Schubkasten, es gibt eine 220-Volt-Steckdose zum Laden des E-Bike-Akkus direkt in der Garage und eine Außendusche zum Abspritzen nach der Tour. Für mich ist das genau die Art von durchdachtem Detail, die den Unterschied macht, wenn man sein Wohnmobil wirklich für aktive Touren nutzt.

Was gibt es Neues bei Thitronik? Funk-Rauchmelder und Fingerprint

Thitronik zeigt auf dem Caravan Salon zwei Dinge, die ich dir ans Herz lege: den kompakten Funk-Rauchmelder und als Neuheit den Fingerprint-Sensor. Ihr wisst, ich bin schon lange Thitronik-Fan, und daran hat sich nichts geändert.

Den Funk-Rauchmelder gab es schon letztes Jahr, aber er bleibt ein extrem wichtiges Thema. Zusammen mit der Feuerwehr München habe ich in einem großen Video herausgefunden, wie entscheidend Rauchmelder im Wohnmobil wirklich sind. Der Thitronik-Melder ist angenehm klein und trägt kaum auf.

Neu ist der Fingerprint. Bisher konntest du die Anlage über die App oder per RFID-Chip bedienen. Jetzt reicht dein Finger, um die Alarmanlage zu deaktivieren und die Zentralverriegelung zu öffnen oder zu schließen – ganz ohne Schlüssel oder Handy. Bis zu 50 verschiedene Finger lassen sich speichern, also die ganze Familie inklusive aller Kinder. Gerade im Kastenwagen würde mir das richtig Spaß machen.

Wie viel Stehhöhe bietet der Columbus Liner – und wie ist das mit dem Bad?

Der Columbus Liner steht auf einem Fiat Ducato mit H3-Chassis, was für ordentlich Stehhöhe im Innenraum sorgt – dazu kommt ein Skyview-Panoramadach, das dem Raum zusätzlich Weite gibt. Im Bad sind es laut Eva sogar 2,5 Meter Stehhöhe, obwohl unter dem Boden die Truma-Heizung samt doppeltem Boden verbaut ist. Das ist deshalb bemerkenswert, weil ein doppelter Boden normalerweise genau die Stehhöhe frisst, die man im Bad eigentlich braucht.

Ist der Columbus Liner wirklich komplett gasfrei unterwegs?

Ja: Der Columbus Liner fährt komplett ohne Gasflasche. An Bord sind eine 540-Amperestunden-Lithiumbatterie, ein 3.000-Watt-Wechselrichter, ein 80-Amperestunden-Ladebooster sowie ein 80-Amperestunden-Ladegerät, ergänzt durch eine 165-Watt-Solaranlage auf dem Dach. Serienmäßig kommt das Fahrzeug sogar mit Kaffeemaschine und Induktionskochfeld – für mich als Kaffeetrinker fast schon der eigentliche Grund, warum ich bei diesem Fahrzeug hängenbleibe.

Auffällig ist außerdem das Bett-Konzept: Anders als man bei einem Aufstelldach vermuten würde, liegt das Bett fest über der Heckgarage. Das Aufstelldach dient stattdessen als Zugang zu einer Dachterrasse mit Blick über Berge oder Meer – und sorgt gleichzeitig für Tageslicht und Durchzug im Innenraum. Ein Fahrzeug soll laut Eva ab November zum genaueren Anschauen und eventuell sogar Testen verfügbar sein, weil sie und ich beide in der Nähe von Regensburg unterwegs sind.

Was gibt's Neues bei Bürstner auf dem Caravan Salon?

Bei Bürstner habe ich Hubert Brandl getroffen, ein Jahr nach dem, wie er es nennt, „großen Knall“ auf der Messe. Jetzt geht es ums Verfeinern: Der Signum ist inzwischen auch auf Mercedes-Basis erhältlich, der Pavillon wurde überarbeitet – Bürstner hatte die Kritik am ursprünglichen Modell offen eingeräumt und laut Hubert direkt reagiert. Der B600 hat sich nach seinen Worten zum meistverkauften Camperbus in ganz Europa entwickelt, weshalb jetzt zusätzliche Varianten mit Einzelbetten und Rundsitzgruppe folgen. Das eigentliche Highlight 2026 ist für Bürstner aber der Habiton: Nach dem Sprinter mit cleverem Einzelbetten-Layout im letzten Jahr wurde jetzt die Standardversion mit Querbetten komplett neu gedacht, mit vollem Fokus auf Funktionalität und Raumgefühl. Zu sehen in Halle 6.

Warum lohnt sich ein Abstecher zu Pössel und dem Kabe-Allradfahrzeug?

Bei Pössel in Halle 12 habe ich Tobi getroffen, der seit 30 Jahren dabei ist und mir erklärt, dass der Trend nach wie vor klar in Richtung Längsbetten geht. Kastenwagen-Käufer bekommen bei Pössel die größte Grundriss-Vielfalt am Markt – ein Argument, das nur funktioniert, wenn man als Hersteller entsprechendes Volumen und Erfahrung mitbringt. Auffällig auf der ganzen Messe: Allradantrieb ist ein Riesenthema, das sich offenbar immer noch sehr gut verkauft. Dazu passt der Kabe, ein erstes vollintegriertes Allrad-Fahrzeug auf Basis eines Mercedes Sprinter – ein sehr exklusives Fahrzeug, zu dem es aufgrund des ausführlichen Interviews mit Peter noch ein eigenes Video geben wird.

Was hat es mit dem abnehmbaren Waschbecken auf sich?

Auf dem P1-Gelände bin ich bei Anette und Isa gelandet, die ihren Camper komplett selbst konzipiert und ausgebaut haben – von der Loungeecke hinter der Küche bis zur Dämmung aus 100 Prozent Schafswolle, die auch im Oberflächenfilz steckt. Das Bett lässt sich manuell herunterlassen, die Matratze misst 140 mal 2 Meter; heruntergelassen entsteht darunter zusätzlicher Schlafplatz, sodass theoretisch bis zu vier Personen im Fahrzeug schlafen könnten.

Das eigentliche Highlight ist aber ihr selbst entwickeltes, abnehmbares Waschbecken – nach meiner Kenntnis das erste seiner Art für Camper. Die Idee kam ursprünglich vom Weinsberg Pepper, dessen Bad sehr beengt ist: Dort lässt sich das Waschbecken in den Siphon der Duschtasse einhängen und bei Bedarf wieder abnehmen, sodass man wahlweise duschen oder sich die Hände waschen kann, ohne dass das Becken im Weg steht. Im eigenen Fahrzeug von Anette und Isa geht die Konstruktion direkt in den Abfluss. Für alle, die eine ausklappbare Küche oder ein besonders kleines Bad haben, ist das eine clevere Detaillösung, die ich so vorher noch nicht gesehen hatte.

Mein Fazit: Lohnt sich der Rundgang über die Messe?

Für mich war dieser Messetag eine gute Momentaufnahme dafür, wohin sich die Branche gerade bewegt: mehr innovative Aufbautechnik, mehr Fahrzeuge im günstigeren Einstiegssegment – und gleichzeitig überraschend viele neue Allradmodelle. Ob Columbus Liner, Bürstner Habiton, der Kabe-Allradsprinter oder das selbstgebaute Wohnmobil mit dem abnehmbaren Waschbecken: Jedes dieser Fahrzeuge zeigt auf seine Art, dass gerade viel Bewegung im Markt ist. Schreib mir gern in die Kommentare, welches der vorgestellten Fahrzeuge dich am meisten interessiert – vom Kabe-Allradsprinter und den IDBus-Modellen mache ich sowieso noch eigene, ausführlichere Videos.

In der Heckgarage lassen sich über das Tour-Veloside-System zwei komplette E-Bikes unterbringen, dazu gibt es einen großen Kofferraum mit Airline-Schienen für Surfboard und weiteres Sportgepäck.

Ja. Der Columbus Liner fährt mit einer 540-Amperestunden-Lithiumbatterie, einem 3.000-Watt-Wechselrichter, 80-Amperestunden-Ladebooster und -Ladegerät sowie einer 165-Watt-Solaranlage – Kaffeemaschine und Induktionskochfeld sind serienmäßig verbaut, eine Gasflasche gibt es nicht.

Das Highlight bei Bürstner war der Habiton: Die Standardversion mit Querbetten wurde komplett neu gedacht, mit Fokus auf Funktionalität und Raumgefühl, zu sehen in Halle 6.

Es handelt sich um das nach meiner Kenntnis erste abnehmbare Waschbecken für Camper: Es lässt sich bei Bedarf entfernen, sodass in kleinen Bädern – etwa im Weinsberg Pepper – wahlweise geduscht oder Hände gewaschen werden kann, ohne dass das Becken im Weg steht.

Auffällig sind mehr innovative Aufbautechniken, mehr Fahrzeuge im günstigeren Einstiegssegment und gleichzeitig deutlich mehr neue Allradmodelle, die sich laut den Ausstellern weiterhin sehr gut verkaufen.