Der neue VW Grand California „Dune“ im Härtetest:
Facelift oder neuer Camper?
Facelift oder neuer Camper?
Bilder sagen mehr als Worte, und Videos sagen mehr als Bilder! Ich habe die Kamera die ganze Zeit mitlaufen lassen – inklusive der Momente, in denen wir fast im Schlamm versunken wären und Harry verzweifelt versucht hat, das digitale Cockpit zu verstehen.
Schau dir jetzt den kompletten Testbericht auf YouTube an:
„Der NEUE VW Grand California 2026: Das hat sich geändert!“
Bevor wir einsteigen, kurz die Basis-Infos. Den Grand California gibt es weiterhin in zwei bekannten Varianten:
Der 600er: Knapp 6 Meter lang, Hochdach mit „Nase“ (für das optionale Kinderbett) und Querschläfer-Heck.
Der 680er: Stolze 6,80 Meter lang, Längsschläfer, dafür ohne das hohe Zusatzdach.
Unser Testwagen war der 600er, ausgestattet mit dem 2,0 l Dieselmotor (120 kW) und dem heiligen Gral für alle Offroad-Fans: 4MOTION Allradantrieb.
Der Preisschock? Der Einstiegspreis liegt bei rund 83.109 €. Unser vollgepacktes Testmodell knackt allerdings die 112.000 € Marke. Ob sich dieser Aufpreis lohnt, schauen wir uns jetzt im Detail an.
Die größte Veränderung beim neuen Basisfahrzeug (Crafter) merkt man sofort beim Einsteigen. Der klobige Handbremshebel neben dem Sitz ist Geschichte – er ist jetzt komplett ins Cockpit integriert. Das bedeutet: Endlich mehr Platz beim Umdrehen der Sitze!
Was ist neu im Cockpit?
Wählhebel am Lenkrad: Die 8-Gang-Automatik wird jetzt wie bei Mercedes oder den ID-Modellen direkt am Lenkrad bedient.
Riesiges Display: Ein stolzes 12,9 Zoll Infotainment-System dominiert die Mitte.
Digitales Cockpit: Alle Infos sind nun voll digital. Kleiner Kritikpunkt von meinem Kamerakind Harry: Das Display steht etwas steil und wirkt im ersten Moment ungewohnt.
Im Wohnbereich fallen sofort die neuen Oberflächen auf. Die graue Holzoptik wirkt modern und frisch. Aber das eigentliche Highlight ist das neue California App Panel.
Hier steuert ihr alles: Frischwasser (100 l Tank!), Grauwasser, Batteriestatus und die Truma Dieselheizung. Das Beste? Ihr könnt das Ganze auch per Smartphone-App vom Bett aus bedienen. Morgens die Heizung hochdrehen oder das Warmwasser für die Dusche starten, ohne die Decke zu verlassen? Ein Traum!
In der Küche gibt es einen schicken schwarzen Wasserhahn und neue, wertigere Griffe. Eine echte Verbesserung: Der Verschluss des Kühlschranks wurde überarbeitet. Er lässt sich jetzt deutlich leichter öffnen und schließen als beim Vorgänger. Gekocht wird weiterhin mit Gas, während die Heizung über Diesel läuft – eine effiziente Kombi.
Der 600er hat vorne das berühmte Hochbett. VW sagt klipp und klar: Das ist ein Kinderbett. Ich habe trotzdem mal drin geschlafen. Mit der neuen Ausziehmechanik ist es super stabil, aber durch die abfallende Nase wird es an den Füßen eng.
Im Heck bleibt es beim Querschläfer-Konzept (ca. 1,93 m Länge). Neu sind hier die Fangnetze in den Oberschränken. Klingt banal, ist aber genial: Endlich fliegen einem beim Öffnen nach einer holprigen Fahrt nicht mehr die Socken entgegen!
Drei Tage Dauerregen haben gezeigt: Der Grand California ist ein grundsolides Reisebehältnis. Der Allrad hat uns souverän durch den nassen Sand gezogen.
Das hat uns weniger gefallen: Ein kleiner Wermutstropfen ist die Steuerung der Dieselheizung: Sobald man den Motor startet, pausiert die Heizung im Wohnraum. Wer also während der Fahrt hinten Kinder sitzen hat, muss die Fahrerhaus-Heizung voll aufdrehen, damit es hinten gemütlich bleibt.
Das hat uns begeistert: Die smarten Features und das aufgeräumte Cockpit machen den Grand California zu einem der modernsten Camper auf dem Markt. Gepaart mit dem Basisfahrzeug und der guten Verarbeitung ist der Kastenwagen sicherlich PREMIUM in seinem Segment!

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