Meine Erfahrungen mit dem Mercedes Marco Polo nach 50´000 km

In diesem Blogbeitrag möchte ich von meinen Erfahrungen mit dem Mercedes Marco Polo berichten.

Nach mehr als 2 Jahren und 51´000 km habe ich Familien-, Urlaubs- und Businesstrips gemacht. In erster Linie standen Businesstrips und Wochenendausflüge mit dem V-Klasse Camper auf dem Programm. Mercedes hat 2015 den neuen Marco Polo vorgestellt. Bei dem getesteten Fahrzeug handelt es sich um ein Fahrzeug der ersten Generation. Und das vorweg: bei einigen Punkten merkte ich das leider immer wieder.

Im unteren Teil findet Ihr zum einen Fotos, die Euch mehr Aufschluss bringen sollen. Eine fast vollständige Roomtour findet Ihr auf Youtube, bzw. in meinem Film der oben gezeigt wird. Weier findet Ihr auf diesem Beitrag eine Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen des Mercedes Marco Polos.

Das Fazit

Am Ende möchte ich versuchen durch meinen Erfahrungen mit dem Mercedes Marco Polo zu klären, ob es Mercedes geschafft hat mit dem VW California mitzuhalten, oder ist er sogar überlegen?

Die Antwort muss am Ende jeder selber für sich finden, aber unten findet Ihr mein persönliches Fazit.

Einige Eindrücke und Informationen aus meinen Erfahrungen mit dem Mercedes:

Unteres Bett

Das Bett liegt sich extrem hart. Mit der von Westfalia angeboten Airmesh ändert sich daran wenig, außer dass man über 400,00EUR weniger im Geldbeutel hat. Der hier abgebildete Topper ist nicht günstiger, aber deutlich bequemer. Er deckt alle Unebenheiten ab und sorgt für einen angenehmen Schlaf. Allerdings nimmt dieser im Fahrbetrieb wesentlich mehr Platz weg als die Airmesh!

Den Popper bekommt man maßgeschneidert zum Beispiel hier: Schlafsysteme.24

Kühlschrank

Die Kühlbox macht im Mercedes Marco Polo eine gute Figur! Mit 40l Bruttovolumen ist sie ausreichend groß (zumindest für diese Klasse) und kühlt ordentlich runter!

  • 42 Watt
  • 3,5 A
  • 12 Volt

Dieselheizung

Die Dieselheizung fällt im Praxistest leider durch. Das Problem ist aber weniger die Heizung selbst, als die Batterie. Diese ist bei kalten Temperaturen zu schwach um das Fahrzeug über mehrere Stunden autark zu heizen. Ist man am Strom angeschlossen ist es kein Problem!

Aber nach sehr kalten Nächten reicht die Batterie oft nicht um das Fahrzeug generell eisfrei zu bekommen – schade!

Wegen schlechter Batterie funktioniert die Dieselheizung im Marco Polo nur selten

5ter Sitz

Mercedes Marco Polo ein echter 5-sitzer

Ein ganz großer Pluspunkt beim V-Klasse Camper ist der fünfte Rücksitz in Kombination mit einem Allradantrieb! Aufgrund der Verankerung (dritte Schiene im Boden) schaffen das andere Hersteller nicht. Der Sitz ist zudem sehr bequem und einfach auszubauen!

Rücksitzbank

Die Rücksitzbank des Marco Polo ist einzigartig! Die Seitenwangen lassen sich elektrisch mit Luft aufpumpend sorgen damit für eine tolle Passform und optimalen Halt der hinteren Fahrgäste. In der Liegeposition läßt man die Luft einfach raus. Auch die ISO-fix Halterung ist leicht zugänglich.

Tolle Rücksitzbank in der Marco Polo V-Klasse

Schublade macht Probleme

Die Schublade läßt sich bei der unteren Liege nicht öffnen

Ist die untere Sitzbank zur Liegefläche umgeklappt. Ist die große untere Schublade nicht mehr zugänglich. Das führt zu ständigen Umbauten und ist sehr ärgerlich! Eine Schiebetüre wäre besser gewesen.

Rollos lassen Licht rein

Die Rollos sind zwar blickdicht, aber leider läßt es die Konstruktion im Mercedes Marco Polo nicht zu, dass die Verdunkelung das Fenster voll umschließt. Dadurch hat man an den Seiten aller Fenster große Lichteinlässe – damit wird die V-Klasse nicht zum Langschläfermobil.

Rollo im Mercedes Marco Polo nicht dicht

Super Motorisierung

Mit der 7G-Tronic Plus in Kombination mit dem Allradantrieb hat man bei 190PS einen tollen Motor. Einerseits kraftvoll und auf der anderen Seite sehr angenehm und komfortabel zu fahren. Der Mercedes Marco Polo beweist sich damit als Stern am Himmel!

Vor- und Nachteile

Natürlich habe ich ein Fazit zu diesem Camper. Als erstes mal die Vor- und Nachteile.

Vorteile

  • Design

    Design ist immer Geschmacksache, aber mir gefällt es prima!

  • Mercedes als Basisfahrzeug

    Als basis dient die V-Klasse und die macht zum Fahren richtig Spaß!

  • Infotainmentsystem

    Gerade Navigation und Telefonie ist super!

  • Rückbank

    Mitfahrer lieben die „aufzublasende“ Passform

  • Verarbeitung

    Die Verarbeitung von Westfalen macht überwiegend einen tollen Eindruck!

  • Gesamthöhe mit 1,98 m

    Typisch für die Fahrzeugklasse: Man kommt beinahe in jedes Parkhaus!

Nachteile

  • Liege unten zu hart

    Die untere Liege ist auch mit der Airmesh zu hart!

  • Liege unten = keine Schublade

    Ist die untere Liege ausgezogen – bekommt man die untere Schublade nicht auf.

  • Batterie für Heizung

    Dieselheizung kann den Dienst leider nicht übernehmen, weil die Batterie nach 4-7 Stunden schlapp macht

  • Verdunkelung

    Die Rollos verdunkeln nur schlecht – an der Seite ist der Lichteinfall einfach zu groß!

  • Keine Getränkehalter vorne

    Im Cockpit gibt es keine Getränkehalter: sehr schlecht. Aber im aktuellen Fahrzeug gibt es welche zu bestellen.

Mein Fazit:

Der Mercedes Marco Polo hat es geschafft: Er kommt an den VW California ran! Allerdings muss ich zugeben, dass natürlich beide Autos Vor- und Nachteile haben. Der Van aus Wolfsburg liegt für mich im Bereich Camping ein kleines Stück vorne. Wenn man aber bei dieser Klasse immer noch mehr auf das Fahren angewiesen ist, weil man den Bus beispielsweise als Geschäftswagen fährt, dann liegt der Mercedes meiner Meinung nach eine Nasenspitze vorn (bedingt durch die Assistenzsysteme und vor allem das Navigationssystem).

Preislich sieht man, dass beide Fahrzeuge richtig teuer sind. Hier schenken Sie sich leider nichts. Welches Fahrzeug preiswerter ist, liegt zum einem an der entsprechenden Konfiguration und zum anderen an dem Angebot, das der jeweilige Händler macht.

Für mich persönlich:

Ich kann nur sagen dass ich mit beiden Fahrzeugen tolle Erlebnisse hatte und mich diese Fahrzeugklasse letztlich zum Camper gemacht hat. Zwischenzeitlich habe ich mein Mobilitätskonzept geändert: Business kleines Auto für die Stadt. Freizeit und Businesstrips: ein richtiges Wohnmobil (hier die Roomtour).

Roomtour

zum Wohnmobil Westfalia Columbus 2018

Internet

… im Wohnmobil – so geht´s

Grundausstattung

Was ich alles im Kasten habe erfahrt Ihr hier 😉

Diebstahl

Achtung: Das sind einfache Tricks der Diebe!

Italienreise

Die 1. Reise mit dem neuen Wohnmobil

Campingplatz Elba

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