Feuer im Wohnmobil

Schützen & Löschen

Im Camper kann man einiges machen, um sich vor Feuer zu schützen. Gaswarner und Rauchmelder gehören ebenso dazu wie ein guter Feuerlöscher.

Ich teste Feuerlöscher für Wohnmobile. Welche Schutzmaßnahmen gibt es für den Camper, damit es garnicht zum Feuer kommt? Was ist sinnvoll an Board zu haben? Und vor allem – wie benutzt man es?

Bei der Werkfeuerwehr der TUM konnte ich einen Tag als Praktikant dabei sein und habe eine ganze Menge gelernt: Wie verhalten sich Feuerlöscher und wie wendet man sie richtig an? Was bewirkt eine Löschdecke und warum kann eine Rettungskarte Leben retten? Auf all diese Fragen bekomme ich tolle Antworten und darf sogar auf eine Einsatzübung mitfahren. Was ich hier alles erlebe ist beeindruckend!

Das Video

Auch zu diesem Blogbeitrag gibt es natürlich ein Video:

„Wohnmobil Brand – richtig schützen, Feuerlöscher Tests & viele Tipps“

Das habe ich gelernt

  • Gaswarner

    Man sollte zwei Gaswarner in seinem Fahrzeug anbringen:

    1.) Einen für Gase die schwerer Sind als Luft (z.B. Butan oder Propan)

    2.) Einen für Gase die aufsteigen oder gleich schwer wie Luft sind (z.B. CO)

    Hierzu habe ich auch ein eigenes Video gemacht:

  • Rauchmelder

    Im Haushalt normal aber kaum in einem Camper zu finden!

    Achtet unbedingt bei dem Kauf eines Rauchmelders darauf, wie man ihn montieren darf (zum Beispiel an der Wand – die meisten Rauchmelder sind nur zur Deckenmontage geeignet, aber nicht alle Camper lassen die Deckenmontage zu)

  • Rettungskarte

    Eine Rettungskarte hilft zum Beispiel der Feuerwehr bei einem Einsatz extrem. Hierauf sind alle Gefahrenstellen in einem PKW oder Wohnmobil eingezeichnet. Zudem erkennen die Helfer sofort, wo sich am Fahrzeug Versteifungen befinden. Das ist wichtig um einschätzen zu können, wo man das Fahrzeug schnellstmöglich aufschneiden kann, um Personen zu bergen.

    Die Rettungskarte sollte an der Sonnenblende über dem Fahrersitz verstaut sein.

    Mit einem Aufkleber (ist beim ADAC erhältlich) wird die Feuerwehr über den Besitz einer Rettungskarte informiert.

    Die Rettungskarte findet man hier:

    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/unfall-schaden-panne/rettungskarte/

    Leider sind hier viel zu wenig Hersteller aufgeführt – daher sprecht bitte die Hersteller Eurer Wohnmobile auf die Situation an!

    Statt Rettungskarten gibt es auch QR-Codes, die man sich an sein Fahrzeug kleben kann.

  • Feuerlöscher

    Den richtigen Feuerlöscher zu finden war für mich nicht ganz einfach.

    Ich habe mich nun für zwei Feuerlöscher entschieden. Ein Pulverlöscher im Kofferraum. Er soll mir zur Seite stehen, wenn ich an Unfälle komme, bei denen ein Fahrzeugbrand (also Motorraum) vorherrscht.

    Zudem habe ich im Innenraum ein Feuerlöscher-Spray. Dieses ist auch mit der Brandklasse F ausgezeichnet, das bedeutet dass man damit auch Fettbrände (brennendes Öl) löschen kann.

  • Löschdecke

    Neben den Feuerlöschen habe ich im Innenbereich eine Löschdecke griffbereit.

    Diese soll die Sauerstoffzufuhr des Feuers abtrennen, somit verschafft man sich viel Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.

Artikel aus dem Video

*)Hinweis:

Die hier aufgeführte Produkt-Links sind Affiliate-Links. Wenn Du über diese Links etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Diese wird vom Händler bezahlt – Dein Produkt wird also NICHT teuerer!

HERZLICHEN DANK FÜR DEINE UNTERSTÜTZUNG

Die Versteigerung

Was passiert eigentlich mit dem kleinen blauen Ufo?

Es wird versteigert – und zwar für den guten Zweck. Denn sein Zustand hat sich durch die Einsatzübung kaum verschlechtert, es wurde nur rußiger. Denn für die Übung wurde das Wohnmobil nicht angezündet. Es wurde Pyrotechnik verwendet.

Bei dem Bedford Blitz handelt es sich um ein Fahrzeug von 1986. Er wurde vor der Verschrottung (zumindest vorerst) bewahrt und für eine Feuerwehr-Übung verwendet.

Das Wohnmobil war zuvor nicht mehr ganz dicht. Aber es fuhr noch (allerdings mit üblen Rauchwolken)  – ich will einfach nur ganz ehrlich sein. Bei der Übung wurde nur mit Wasser gearbeitet (nicht mit Schaum oder Pulver gelöscht).
Das Fahrzeug ist so also definitiv nicht mehr fahrtüchtig! Es handelt sich um ein „Bastlerstück“.
Für wen ist das Wohnmobil das richtige:
  • Absolute Liebhaber, die in der Lage sind das Fahrzeug evtl. wieder hinzubiegen
  • Firmen oder Campingplätze, die dieses Fahrzeug zum Beispiel zu einer Bar umbauen wollen etc.
  • Einfach Menschen, die etwas Gutes tun wollen

Aber was ist nun der gute Zweck?

Ich spende das Geld aus der Versteigerung an den Verein Paulinchen. Und das macht Paulinchen:

„Wir beraten und begleiten Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen und präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen.“

Das ist doch mal ein tolles Projekt, oder was meint Ihr?

DANKE

Ich sage Danke! Danke an all die tollen Helferinnen und Helfer für dieses wichtige Video, allen voran der Werkfeuerwehr TUM für die geniale Unterstützung!

Katrin (Kamera) Emmi (Kamera) Sacha (unterstützende Kraft an allen Fronten) Christine (unterstützende Kraft an allen Fronten) Markus (best boddy) T&L Heiko (Promobil) Andreas (Promobil) Christian (Pyrotechnik) Florian (ADAC) Andi (Couch-Gourmet.com für die schnelle Lieferung :-)) Stellvertretend für die Werkfeuerwehr TUM: Christian Helmut Isa Jürgen Kolja Michael

IHR SEID GEIL

Der fan4van Online-Shop:

Der Onlineshop für WoMo-Lover. Schönes und Praktisches im Webshop von fan4van – das Besondere: 10% des Umsatzes gehen direkt an die Elterninitiative Intern3 um die Behandlung von krebskranken Kindern zu unterstützen.