Im Ausland deutsches Fernsehen schauen:
So umgehst du den grauen Bildschirm
So umgehst du den grauen Bildschirm
Du sitzt abends im Wohnmobil irgendwo am Mittelmeer, willst die Tagesschau oder die Fußball-WM streamen – und dann bleibt der Bildschirm grau. Im Ausland deutsches Fernsehen zu schauen, scheitert online ständig an genau diesem Problem. Mir ist das so oft passiert, dass ich es endlich mal sauber für dich aufdröseln will: warum das so ist und wie du es mit ein paar Klicks löst.
Ich streame mein Fernsehen nämlich nicht über Satellit, sondern übers Internet. ARD, ZDF, Netflix, Sportübertragungen – alles über die Mediathek oder den Stream. Praktisch, solange du in Deutschland bist. Sobald du die Grenze überquerst, fängt der Ärger an. Die gute Nachricht vorweg: Die Lösung ist wirklich simpel.
Im Video baue ich nebenbei mein kleines WM-Studio auf und zeige dir Schritt für Schritt, wie einfach die Einrichtung in der Praxis aussieht – inklusive der Details zur FRITZ!Box-Lösung und meiner ehrlichen Einschätzung zu den einzelnen Anbietern. Wenn du beim nächsten Trip nicht wieder vor dem grauen Bildschirm sitzen willst, schau rein, lass gern ein Like da und abonniere, damit du kein neues Video verpasst.
Auch zu diesem Blogbeitrag gibt es natürlich ein Video:
„ARD, ZDF & Netflix im Ausland gesperrt? So streamst du im Camper weiter!“
Das Stichwort heißt Geoblocking. Der Streamingdienst oder die Mediathek schaut sich an, welche IP-Adresse du hast. Die bekommst du automatisch, sobald du dich ins Internet einloggst – und an dieser IP-Adresse lässt sich fast immer ablesen, in welchem Land du gerade steckst. Erkennt der Anbieter, dass du im Ausland sitzt, sagt er schlicht: „Zeige ich dir nicht.“
Das machen die nicht aus Bosheit oder weil sie dir den Urlaub nicht gönnen. Dahinter stecken Lizenzrechte. Sender und Streamingdienste kaufen Serien, Filme und Sportereignisse für einen bestimmten Markt ein, zum Beispiel für den deutschsprachigen Raum. Bist du in einem anderen Land, darfst du da oft einfach nicht ran.
Auch bei ARD und ZDF gilt das, obwohl du Rundfunkbeitrag zahlst. Eigenproduktionen kannst du in der Regel überall sehen, eingekaufte Inhalte dagegen nicht – die hängen wieder an den Lizenzen.
Bei Netflix läuft es noch mal anders: Da bekommst du im Ausland zwar Zugriff, aber plötzlich auf die Mediathek des jeweiligen Landes, oft mit anderen Sprachen. Das kann Vor- und Nachteile haben.
Das Zauberwort ist VPN – Virtual Private Network. Stell dir vor, von deinem Rechner, Handy oder Tablet wird ein verschlüsselter Tunnel direkt zu einem deutschen Server aufgebaut. Egal, wo auf der Welt du gerade bist: Alle Daten von deinem Gerät laufen durch diesen Tunnel und kommen erst in Deutschland wieder ins offene Internet.
Für deinen Streamingdienst sieht das so aus, als würdest du gemütlich auf deiner Couch in Deutschland sitzen. Und schon hast du wieder Zugriff auf deine deutschen Inhalte.
Wichtig, auch wenn ich hier natürlich keine Rechtsberatung gebe: Die Nutzung eines VPN ist erst mal völlig legal. Ob das Umgehen des Geoblockings gegen die AGB des jeweiligen Anbieters spricht, ist eine andere Frage und hängt von Dienst zu Dienst ab. Das solltest du im Hinterkopf behalten.
Die Anwendung selbst ist denkbar einfach: VPN-Software deiner Wahl herunterladen, registrieren, Plan auswählen, App öffnen und deinen Rechner über den Tunnel mit einem Server in Deutschland verbinden. Fertig.
VPN-Anbieter gibt es wie Sand am Meer: NordVPN, ExpressVPN, Surfshark, CyberGhost und viele mehr. Die meisten kosten Geld, einige sind kostenlos. Damit du nicht ins Leere greifst, hier die Punkte, die wirklich zählen:
Damit du im Ausland nicht vor dem grauen Bildschirm sitzt: Hier die wichtigsten VPN-Anbieter mit deutschen Servern, samt Geschwindigkeit, erlaubten Geräten und Preis. Die Preise gelten meist für die langen Laufzeiten (1–3 Jahre) und ändern sich häufig – ein kurzer Klick auf die Webseite lohnt sich.
| Anbieter | Geschwindigkeit | Geräte gleichzeitig | Server in Deutschland | Preis ab (ca.) |
|---|---|---|---|---|
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NordVPN
nordvpn.com* |
Sehr schnell (NordLynx, 10-Gbit/s-Server) | 10 | Ja, zahlreich | 3,39 EUR/Monat |
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ExpressVPN
expressvpn.com |
Sehr schnell (Lightway, bis 40-Gbit/s-Server) | 8 (mehr in höheren Tarifen) | Ja | 4,49 EUR/Monat |
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Surfshark
surfshark.com |
Sehr schnell (10- bis 100-Gbit/s-Server) | Unbegrenzt | Ja | 2,19 EUR/Monat |
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CyberGhost
cyberghostvpn.com |
Schnell, großes Servernetz | 7 | Ja | 1,59 EUR/Monat |
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Proton VPN
protonvpn.com |
Sehr schnell, Gratis-Tarif verfügbar | 10 | Ja | 2,99 EUR/Monat |
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Private Internet Access
privateinternetaccess.com |
Schnell, sehr großes Servernetz | Unbegrenzt | Ja | 1,90 EUR/Monat |
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IPVanish
ipvanish.com |
Schnell, stabile Verbindungen | Unbegrenzt | Ja | 2,50 EUR/Monat |
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Mullvad
mullvad.net |
Schnell, sehr datenschutzfreundlich | 5 | Ja | 5,00 EUR/Monat (Flat) |
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hide.me
hide.me |
Solide, Gratis-Tarif verfügbar | 10 | Ja | 2,59 EUR/Monat |
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Windscribe
windscribe.com |
Solide, Gratis-Tarif (10 GB/Monat) | Unbegrenzt | Ja | ca. 5,50 EUR/Monat |
Stand: Juni 2026. Alle Angaben ohne Gewähr – Preise, Tarife und Gerätelimits ändern sich laufend und gelten meist für die längeren Laufzeiten. Ein VPN ist legal; ob das Umgehen von Geoblocking den AGB des jeweiligen Streamingdienstes widerspricht, hängt vom Anbieter ab.
Ich selbst nutze NordVPN, seit gut zwei Jahren. Ich bin viel im Ausland unterwegs, auch beruflich, und brauche das einfach oft. Deshalb habe ich gleich einen Zweijahresvertrag abgeschlossen, und der monatliche Preis ist für das Gebotene echt stark.
Es läuft bei mir super stabil, überall und immer. Schnell ist es auch – Probleme beim Streamen hatte ich noch nie. Die deutschen Server sind zahlreich, ich kann mehrere Geräte gleichzeitig einloggen, und Installation wie Handhabung sind kinderleicht. Eine kleine Eigenheit: Wenn ich über Microsoft Teams arbeiten will, muss ich das VPN kurz ausschalten, sonst klappt es nicht. Das geht aber auf allen Geräten genauso einfach.
Ich nutze übrigens nur den einfachsten, günstigsten Basic-Tarif. Für reines Streaming reicht der locker. Und das Schöne: NordVPN bietet 30 Tage Rückgaberecht, du kannst es also in Ruhe ausprobieren.
Es gibt kostenlose VPN-Anbieter, aber zwei Haken. Erstens hapert es oft an der Geschwindigkeit, dein Video ruckelt also womöglich. Zweitens gilt: Nichts im Leben ist umsonst. Wenn du nicht für ein Produkt bezahlst, wirst du in der Regel selbst zum Produkt – sprich, deine Daten sind die Währung. Da solltest du genau hinschauen.
Es gibt aber eine echte Gratis-Möglichkeit: die FRITZ!Box. Hast du eine zu Hause, kannst du über WireGuard deinen eigenen VPN-Anbieter werden. Du verbindest dich aus dem Ausland mit deiner eigenen FRITZ!Box und gehst quasi über dein Zuhause wieder ins Internet – kostenlos. Die Geschwindigkeit hängt von deinem Internetanschluss daheim ab. Und Achtung: Das funktioniert immer nur für das Gerät, das du an der FRITZ!Box eingerichtet hast. Wie die Einrichtung genau läuft, zeigen andere Videos, die ich dir in der Beschreibung verlinke.
Noch ein Tipp: Prüf mal, ob du gleich deinen Router im Ausland über VPN nach Deutschland leiten kannst, sodass alle Geräte über diesen Router laufen. Das klappt nicht bei jedem Dienst, ist aber einen Versuch wert.
Die richtig gute Nachricht zuerst: Es funktioniert, und zwar super einfach. Wenn du viele Geräte einbinden willst und es richtig schnell brauchst, kommst du um einen bezahlten Dienst nicht herum – für mich ist NordVPN da die erste Wahl. Hast du dagegen eine FRITZ!Box, einen ordentlichen Anschluss zu Hause und brauchst nur den Sprung auf einen deutschen Server, kann die kostenlose Variante völlig reichen.
So oder so musst du im Ausland nicht mehr auf deine Sendungen, Mediatheken oder die Fußball-WM verzichten.
*)Hinweis:
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