Kompanja ZWEI im Test:
5 Personen auf nur 5,40m? Das Raumwunder-Wohnmobil
5 Personen auf nur 5,40m? Das Raumwunder-Wohnmobil
Ich hatte die Gelegenheit, diesen „Wohnmobil-Zwerg“ eine Woche lang bei eisigen Temperaturen unter -5 Grad zu testen. Ist es darin zu fünft nur kuschelig oder schon kriminell eng? Und was taugt die modulare Bauweise wirklich? Finden wir es heraus!
„Ausziehbare Dusche & 5 Betten im kurzen Kastenwagen: So funktioniert der Kompanja ZWEI“
Der Kompanja ZWEI basiert auf dem Citroën Jumper (L2H2). Mit 180 PS und einer 8-Gang-Automatik fährt er sich extrem entspannt. Trotz des SCA-Aufstelldachs bleibt er mit einer Höhe von 2,72 m kompakt genug für viele Parkplätze.
Die harten Fakten:
Länge: 5,40 m
Breite: 2,05 m (ohne Spiegel)
Zuladung: Bis zu 600 kg (je nach Konfiguration)
Preis: Das Testfahrzeug lag bei ca. 108.987 €
Schon beim Rundgang fallen Kleinigkeiten auf, die zeigen, dass hier Camper für Camper bauen. Die Schiebefenster hinten kollidieren nicht mit der Schiebetür – ein Klassiker-Fehler bei vielen anderen Herstellern. Besonders cool: Ein kleiner Klapptisch direkt am Küchenblock, der perfekt für den schnellen Kaffee draußen ist.
Eine Besonderheit ist die Doppelsitzbank auf der Beifahrerseite. So können drei Personen vorne sitzen. Das Beste: Die Bank lässt sich mit einem einfachen Mechanismus drehen, selbst bei geschlossenen Türen. Zusammen mit dem ausklappbaren Tisch aus dem Heck entsteht so eine vollwertige Dinette.
Das Herzstück des Kompanja ist die Modularität. Die Oberschränke lassen sich austauschen oder ganz entfernen, wenn man mehr Kopffreiheit braucht. Alles wirkt wie aus einem Guss, ist aber extrem flexibel.
Die Küche überrascht mit einer riesigen Arbeitsplatzerweiterung (kein klappriges Brettchen!) und einem Trinkwasser-Filtersystem. Der Dometic-Kühlschrank lässt sich nach beiden Seiten öffnen – praktisch für den Zugriff von draußen.
Auf 5,40 m ein Bad einzubauen, das nicht den kompletten Gang blockiert, ist schwer. Kompanja löst das mit einem ausziehbaren Bad. Braucht man es nicht, hat man maximale Bewegungsfreiheit. Zieht man es heraus, entsteht eine vollwertige Duschkabine. Dank des starken Abzugs und der Dieselheizung war Feuchtigkeit im Test (trotz Winter!) kein Problem.
Im Heck finden wir einen Querschläfer (bis zu 2,06 m Länge durch GFK-Backen möglich). Das Highlight für mich: Die Lounge-Funktion. Man kann das Bett so umbauen, dass man entweder Richtung Innenraum oder direkt aus den Hecktüren in die Natur schaut.
Oben im SCA-Aufstelldach gibt es zwei weitere Schlafplätze auf bequemen Tellerfedern.
Ein extrem wichtiger Punkt zum Thema Sicherheit: Viele Modulbusse nutzen Holzkonstruktionen für die Rückbank. Kompanja verbaut hier einen Stahl-Unterbau. Das ist im Falle eines Unfalls lebensrettend – ein riesiger Pluspunkt in meiner Bewertung!
Nach einer Woche im Schnee kann ich sagen: Der Kompanja ZWEI gehört für mich zu den Top 10 der bisher getesteten Fahrzeuge.
Was mir besonders gefallen hat:
Die extreme Modularität (Lego-Feeling für Erwachsene).
Das Lichtkonzept mit haptischen Drehknöpfen.
Die Kompaktheit (Supermarkt-Parkplätze sind kein Problem).
Die kompromisslose Sicherheit der Sitzbank.
Was man wissen muss:
Druckwassersysteme sind Geschmackssache (man sollte sie bei Frost/Nichtgebrauch immer ausschalten).
Mit 5 Personen auf 5,40 m muss man Ordnung lieben – es wird kuschelig!
Wer ein hochwertiges, kompaktes Alltagsfahrzeug sucht, das im Urlaub zum vollwertigen Familien-Camper wird, sollte sich den Kompanja ZWEI definitiv anschauen.

CMT 2026 Highlights