Camper Safety Card:

Update mit NFC-Checkliste fürs Wohnmobil

Kurz gesagt: Die Camper Safety Card ist eine kleine Checkliste-Karte fürs Cockpit, mit der du vor der Abfahrt checkst, ob Fenster, Schranktüren, Stützen und Stromkabel wirklich startklar sind. Das neue Update steckt einen NFC-Chip in die Karte: Handy dranhalten, und du landest in einer kostenlosen Web-App, in der du dir zusätzlich zur Standard-Checkliste eigene, individuelle Punkte anlegen kannst – von der Fahrradsicherung bis zur Antenne. Die Karte gibt's fertig zu kaufen oder komplett zum Selberbasteln.

Ich sitze gerade mitten in meiner Caravan-Salon-Tour: München, Wien, Hannover, Berlin, und als Nächstes geht's weiter nach Düsseldorf. Viele Kilometer, wenig Schlaf, entsprechend hohes Stresslevel – und genau dann passieren die Fehler vor der Abfahrt. Mir selbst ist schon mal das Stromkabel dabei „verloren gegangen“, weil ich losgefahren bin, ohne es abzuziehen. Genau für solche Momente habe ich vor Jahren die Camper Safety Card entwickelt, und die hat jetzt ein richtig großes Update bekommen.

Das Video zum Beitrag:

Auch zu diesem Blogbeitrag gibt es natürlich ein Video:

„So vermeidest du Schäden an deinem Camper – Checklisten & Apps“

Was ist die Camper Safety Card?

Die Camper Safety Card ist eine kleine Checkkarte, die du dir ans Lenkrad, an den Schaltknüppel oder wie ich direkt an den Tacho hängst. Auf der Karte sitzen kleine Schieberegler – die kenne ich ursprünglich aus der Computerwelt, wo man damit die Webcam-Linse abdeckt. Bei mir decken sie stattdessen Checkpunkte ab: Fenster und Heki zu, Schranktüren zu (die Badezimmertür ist bei mir der Klassiker, der sich beim Anfahren öffnet), Antenne eingefahren, Gas zu, Stromkabel abgesteckt, Stützen hochgefahren und Auffahrkeile im Kofferraum verstaut. Jeden Punkt schiebst du beim Abhaken einfach zu, dann wird das Feld schwarz. Sind alle Punkte weg, kannst du losfahren.

Was ist neu am Update der Camper Safety Card?

Das Update steckt in einem NFC-Chip, der direkt in der Karte verbaut ist. Am äußeren Design der Karte selbst hat sich kaum etwas geändert: Du bekommst sie inklusive Gummiband zum Aufhängen, und auf der Rückseite kannst du deine Fahrzeugdaten eintragen – Höhe, Breite und Gewicht deines Wohnmobils. Das hilft dir vor allem an Einfahrten oder Unterführungen, gerade wenn du dein Fahrzeug nicht regelmäßig fährst oder es ein Mietfahrzeug ist. Der eigentliche Clou ist aber der NFC-Chip: Hältst du dein Handy an die Karte, öffnet sich automatisch ein Link zu einer Web-App – ganz ohne App-Store-Download, weil sie komplett browserbasiert läuft.

Wie funktioniert die Web-App zur Camper Safety Card?

In der App bekommst du zunächst die Standard-Checkliste der Karte, die für die meisten Camper schon die beste Schnittmenge ist. Zusätzlich kannst du dir aber eigene, individuelle Punkte anlegen, bearbeiten oder wieder löschen. Ich habe zum Beispiel mein Fahrrad dabei und will vor jeder Abfahrt – egal ob am Rastplatz oder Stellplatz – noch mal checken, ob es wirklich gesichert ist. Genau so einen Punkt trage ich mir einfach in meine persönliche Liste ein. Wichtig dabei: Nicht 30 Punkte reinpacken, sonst wird's lästig statt hilfreich – lieber nur die Punkte, die dir wirklich wichtig sind. Hakst du am Ende alle ab, gibt's als kleine Belohnung sogar eine Konfetti-Animation. Ich nenne das immer „Pilotenfeeling“, weil du im Prinzip genau wie ein Pilot vor dem Abflug eine Checkliste durchgehst, bevor es losgeht.

Wie kannst du dir die Camper Safety Card selber basteln?

Du musst dir die Karte nicht kaufen, um vom Prinzip zu profitieren. Für die DIY-Variante nimmst du ein Stück Karton, schneidest ihn auf die gewünschte Größe zu, bemalst und beschriftest ihn nach deinen Bedürfnissen. Die Schieberegler bekommst du günstig im Computerzubehör, dazu holst du dir entweder einen kleinen Kartenhalter oder stanzt einfach ein Loch für die Aufhängung. Für die NFC-Funktion reicht ein günstiger NFC-Chip, den du dir selbst mit einer entsprechenden App programmierst und den Link zur Web-App hinterlegst – dazu habe ich schon ein eigenes Video gemacht. Alternativ klebst du den Chip einfach lose irgendwo im Cockpit fest. Wer einen 3D-Drucker besitzt, findet inzwischen sogar fertige Druckvorlagen für die Karte selbst im Netz. Für den Zuschnitt empfehle ich mittlerweile eher Programme wie Canva oder PowerPoint statt meiner alten, ziemlich in die Jahre gekommenen Schnittvorlagen.

Woher stammt die Idee zur Camper Safety Card?

Die Camper Safety Card war eines meiner allerersten Videos auf dem Kanal. Damals habe ich einfach gezeigt, wie ich mir selbst so eine Karte gebastelt habe – und ihr habt mich gefragt, wo man die kaufen kann. Die Antwort war zunächst: gar nicht, selber bauen. Aber natürlich habe ich schnell nachgezogen 🙂

Hätte es damals schon das Campfire der Ideen gegeben – wäre das meine große Chance gewesen 😉

https://campfire-der-ideen.de/

Welche kostenlosen Tools gibt's noch auf fan4van.com?

Neben der Camper Safety Card findest du im Bereich Services auf fan4van.com noch weitere kostenlose Tools, für die du dich nicht mal registrieren musst. Der Wohnmobil-Typ-Finder hilft dir bei der Kaufentscheidung, indem er zum Beispiel abfragt, ob du viel Wintercamping machst und deswegen eine gute Isolierung brauchst – dann ist vielleicht ein teilintegriertes Fahrzeug die bessere Wahl als gedacht. Der Staukalender bezieht im Gegensatz zu den meisten bekannten Staukalendern nicht nur dein eigenes Bundesland, sondern auch die Ferientermine der Nachbarländer mit ein – wichtig, wenn du wie ich in München wohnst und die niederländischen Ferien für vollere Autobahnen sorgen. Dazu gibt's einen Kabelquerschnitt-Rechner und einen Wagenfinder, mit dem du eine Wiegestation für dein Wohnmobil in deiner Nähe findest.

Service

Nein. Der Link zur Web-App ist frei zugänglich und wird in der Videobeschreibung sowie auf dem Blog verlinkt, du brauchst dafür keine gekaufte Karte.

Nein, die Camper Safety Card App ist webbasiert und läuft direkt im Browser deines Smartphones, ein Download aus dem App Store ist nicht nötig.

Halte deine persönliche Liste bewusst kurz und nimm nur wirklich wichtige Punkte auf, bei zu vielen Einträgen, etwa 30, wird das Abhaken schnell lästig statt hilfreich.

uf der Rückseite trägst du Höhe, Breite und Gewicht deines Wohnmobils ein, das hilft dir vor allem bei Einfahrten, Unterführungen oder wenn du ein ungewohntes bzw. gemietetes Fahrzeug fährst.

Ja, mit einem Stück Karton, Schiebereglern aus dem Computerzubehör und einem günstigen, selbst programmierbaren NFC-Chip lässt sich die Karte komplett in Eigenregie nachbauen.