Wintercamping in Mauterndorf:
Direkt vom Camper auf die Piste!
Direkt vom Camper auf die Piste!
Hand aufs Herz: Seid ihr eher die Typen, die ihren Campingurlaub Monate im Voraus planen, oder lasst ihr euch lieber treiben?
Ich gehöre definitiv zur zweiten Fraktion. Und genau so bin ich – eigentlich mitten im Skiurlaub – auf dem Campingplatz in Mauterndorf im Lungau gelandet.
Ihr wollt sehen, wie die Stellplätze aussehen, wie klein das Privatbad wirklich ist und ob ich den Fußmarsch im Schnee überlebt habe? Dann schaut euch unbedingt mein neues Video dazu an! Ich nehme euch mit über den Platz und direkt auf die Piste.
„Wintercamping direkt an der Piste: Geheimtipp Mauterndorf! 🏔️“
Eigentlich wollten wir nur zwei Dinge:
Aus dem Camper „rauspurzeln“ und direkt im Lift sitzen.
Ein Privatbad (da mein aktueller Ausbau noch nicht ganz auf Wellness-Niveau ist).
Ob Mauterndorf diese Ansprüche erfüllt hat und warum der Platz trotz kleiner Macken ein echter Geheimtipp ist, erfahrt ihr hier!
Mauterndorf liegt in Österreich, etwa 250 km von München entfernt, direkt hinter Obertauern.
Ein kleiner Maut-Tipp vorab: Wenn ihr über die Autobahn fahrt, fällt neben der Vignette eine Streckengebühr von 7,50 € an. Alternativ könnt ihr über Obertauern fahren – aber Achtung: Die Strecke ist steil! Bei winterlichen Verhältnissen und über 3,5 Tonnen sind Schneeketten hier oft Pflicht. Der Campingplatz selbst liegt dann direkt an der Hauptstraße, was aber nachts erstaunlich ruhig ist.
Mit 166 Stellplätzen hat der Platz eine angenehme Größe. Es gibt verschiedene Kategorien, Strom ist im Preis inkludiert und die Wasserversorgung ist top. Was mir sofort aufgefallen ist: Egal wo man steht, man hat diesen genialen Blick auf den Berg und die Piste.
Meine Highlights der Infrastruktur:
Der Frühstücksraum: Ein gemütlicher Treffpunkt mit kleinem Shop für das Nötigste.
Das Internet: Leute, ich sage es euch – das WLAN hier ist der Wahnsinn! Wer streamen oder zwischendurch arbeiten muss, wird es lieben.
Sauberkeit: Trotz Schneematsch im Winter war das Sanitärgebäude blitzblank. Respekt an das Team vor Ort!
Ich hatte ein Mietbad gebucht. Der Vorteil: Man kann seine nassen Skisachen einfach hängen lassen (Tipp: Kleiderbügel und Euroboxen einpacken!). Der Nachteil: Es ist verdammt hellhörig. Man teilt die akustischen Erlebnisse unfreiwillig mit den Nachbarn. Wer absolute Privatsphäre sucht, wird hier eventuell schmunzeln (oder fluchen) müssen.
Das Skigebiet Großeck-Speiereck ist klein, aber fein – perfekt für Familien. Der Weg vom Campingplatz zum Lift ist genial gelöst: Es gibt einen extra Personenlift, der euch die 100 Meter zur Gondel bringt, damit ihr keine Treppen steigen müsst. Komfortabler geht es kaum!
Wintercamping ist kein günstiges Vergnügen. Für einen Erwachsenen und ein Kind haben wir ca. 66,40 € pro Nacht bezahlt, plus 21,50 € für das Privatbad.
Was mich allerdings richtig geärgert hat: Die Region ist teuer. Ein Taxi für eine 3-Minuten-Fahrt (2,7 km) kostet schlappe 18 €. Als wir nach dem Essen kein Taxi mehr bekamen, mussten wir zu Fuß zurück zum Platz. Aber wisst ihr was? Der Spaziergang am Bach entlang war am Ende das Schönste am ganzen Abend.
Für wen ist der Platz geeignet?
Familien, die ein überschaubares Skigebiet suchen.
Selbstversorger, die gerne direkt an der Piste stehen.
Caravan-Gespanne, da man vor Ort ohne eigenes Auto etwas isoliert ist (oder eben gerne wandert).
Mauterndorf hat Charme. Es ist nicht „überkandidelt“, die Menschen sind herzlich und die Nähe zum Lift ist unschlagbar.
