Wohnmobil Checkliste vor der Abfahrt
10 Punkte, die du nie vergessen darfst
10 Punkte, die du nie vergessen darfst
Kurz & knapp: Die wichtigste Wohnmobil-Checkliste vor der Abfahrt prüfst du in zwei Blöcken: erst die Fahrzeugtechnik (Füllstände, Reifen, Licht, TÜV/Gas), dann den Aufbau (Landstrom ab, Auffahrkeile, Antennen rein, Dachluken und Fenster zu, Gas aus, Schränke verriegelt). Wer das jedes Mal in der gleichen Reihenfolge durchgeht, spart sich teure Schäden und fährt entspannt los. Am schnellsten geht's mit meiner interaktiven Abfahrt-Checkliste weiter unten zum Abhaken.
Du sitzt im Fahrersitz, der Motor läuft – und im Hinterkopf nagt die Frage: Hab ich die Dachluke wirklich zugemacht? Genau für diesen Moment hab ich meine Wohnmobil-Checkliste vor der Abfahrt gebaut. Ich zeig dir die 10 Punkte, die bei mir vor jeder Tour dran sind, und du bekommst direkt ein Tool an die Hand, mit dem du nichts mehr vergisst. Versprochen: Die paar Minuten Routine sind die am besten investierten Minuten deines Reisetages.
Bevor wir in die Details gehen, kommt das Wichtigste zuerst: meine interaktive Abfahrt-Checkliste. Die haben wir genau dafür gebaut, dass du nicht im Kopf mitzählen musst. Du gehst Punkt für Punkt durch, hakst ab, was erledigt ist – und siehst auf einen Blick, was noch offen ist. Ideal direkt am Handy, bevor du losrollst.
Kurz vor dem Losfahren alles abhaken – damit keine Dachluke offen bleibt und keine teuren Schäden passieren. Geh die Liste am besten vor jeder Abfahrt einmal durch.
Deine eigenen Punkte werden im Browser gespeichert und sind beim nächsten Mal wieder da.
Ich erkläre dir jeden Punkt ausführlich – schau gern rein.
▶ Zum VideoDiese Checkliste ist eine Gedächtnisstütze und ersetzt keine fachgerechte Prüfung deines Fahrzeugs. Im Zweifel eine Werkstatt oder Fachperson hinzuziehen.
Mein Tipp: Speicher dir die Seite als Lesezeichen auf dem Smartphone. Dann hast du die Liste bei jeder Abfahrt griffbereit, ohne lange zu suchen. Wer's lieber analog mag, findet weiter unten auch die klassische Checkliste zum Download und Laminieren.
Die ersten vier Themen sind fahrzeugspezifisch. Hier geht's um die Technik, die dich überhaupt erst sicher ans Ziel bringt.
Eine regelmäßige Inspektion ist Pflichtgefühl, aber keine gesetzliche Pflicht. TÜV (Hauptuntersuchung) und Gasprüfung dagegen schon. Vor einer längeren Tour lohnt der kurze Blick in die Papiere: Bist du noch im Zeitrahmen? Die Gasprüfung (G 607) ist für viele Reiseziele und Versicherungen relevant – check das lieber vorher als auf dem Stellplatz im Ausland.
Sprit ist klar. Aber kümmer dich auch um die Dinge, die du selbst erledigen kannst: Motoröl, Kühlwasser, Wischwasser und Bremsflüssigkeit. Und wenn dein Motor Harnstoff braucht: AdBlue nicht vergessen. Ein leerer AdBlue-Tank kann dir im schlimmsten Fall den Motorstart verweigern.
Stimmen Luftdruck und Profil? Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 mm, ich empfehle dir aber mindestens 4 mm, bei Winterreifen sogar 6–8 mm. Bei einem beladenen Wohnmobil liegt der nötige Reifendruck oft höher als beim leeren Fahrzeug – die Herstellerangabe (meist im Tankdeckel oder Handbuch) ist hier dein Maßstab. (Ergänzt aus meiner Recherche:) Das Reifenalter wird gern übersehen. Wohnmobilreifen stehen viel und härten dabei aus. Reifenexperten und der ADAC raten, sie nach spätestens 6 bis 10 Jahren zu wechseln – unabhängig vom Profil. Das DOT-Datum auf der Reifenflanke verrät dir das Alter.
Funktionieren alle Lichter rundum? Am besten checkst du das zu zweit. Bist du allein unterwegs, stell einfach dein Handy als Kamera auf, lass es filmen und geh die Lichter durch – danach schaust du dir die Aufnahme an. Klingt simpel, funktioniert aber wunderbar.
Jetzt kommen die wohnmobilspezifischen Punkte. Genau die, die man im Stress am häufigsten vergisst – und die richtig teuer werden können.
Klingt banal, passiert aber ständig: das 230-V-Kabel noch in der Säule, während du anfährst. Erst Stecker ziehen, Kabel verstauen, dann fahren.
Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als sich wegen vergessener Auffahrkeile die Radkästen zu zerstören. Keile raus, verstauen, Haken dran.
Antenne, Sat-Schüssel, mobiles Solarpanel, Markise – alles, was außen absteht, gehört eingefahren oder abmontiert. Eine ausgefahrene Markise auf der Autobahn ist im Sekundenbruchteil weg und kostet schnell mehrere Hundert Euro.
Jeder weiß es, trotzdem passiert es immer wieder: Die Dachluke ist auf. Geh vor jeder Abfahrt wirklich alle Fenster und Luken durch und prüfe, ob sie verriegelt sind – nicht nur angelehnt.
Gas-Hahn auf AUS, je nach System auch direkt an der Flasche zudrehen. (Ergänzt aus meiner Recherche:) Wenn du eine moderne Gasanlage mit Crashsensor hast (z. B. für den Betrieb von Kühlschrank oder Heizung während der Fahrt), gelten die Herstellervorgaben deiner Anlage. Im Zweifel und ohne solches System gilt: Gas aus. Das ist die sichere Variante.
Schränke und Türen sollen nicht nur zu, sondern verriegelt sein. Sonst fliegt dir beim ersten Kreisverkehr der halbe Hausstand entgegen. Gleiches gilt für lose Gegenstände im Innenraum – alles, was bei Kurvenfahrt umkippen oder durch die Gegend fliegen kann, gehört gesichert.
Über die 10 Klassiker hinaus gibt es ein paar Punkte, die erfahrene Camper noch auf dem Schirm haben – teils aus den Kommentaren meiner Zuschauer, teils aus meiner eigenen Erfahrung:
Schau ab und zu nach, ob dein Verbandskasten noch gültig ist (auch der hat ein Ablaufdatum) und ob Warndreieck und Warnweste an Bord sind – in vielen EU-Ländern Pflicht. Den Kühlschrank stellst du vor einer längeren Fahrt auf Fahrtbetrieb (12 V oder Automatik) um, dann läuft er weiter und ist am Ziel kalt. Und ein cleverer Trick aus der Community: Vor langen Etappen alle Akkus laden und den Kühlschrank eine Stufe höher stellen – so kommst du am Stellplatz länger autark über die Runden. Zum Schluss noch der schnelle Fahrbereitschafts-Check: Spiegel eingestellt, Sicht nach hinten frei, Papiere und Führerschein dabei, Navi mit aktueller Karte.
Wer's lieber ausgedruckt mag: Es gibt meine 10-Punkte-Checkliste auch als PDF zum Download. Laminier sie dir und häng sie griffbereit ins Fahrerhaus – dann übersteht sie auch einen Regentag und du hast sie bei jeder Abfahrt vor Augen. Die interaktive Variante oben ist für unterwegs am Handy aber meist die schnellere Lösung.
Ganz ehrlich: Die meisten dieser Punkte erscheinen logisch und total simpel. Genau deshalb gehen sie im Reisestress unter. Der Trick ist nicht, dir alles zu merken – der Trick ist die feste Reihenfolge. Ich geh immer den gleichen Weg ums Fahrzeug: außen rundum, dann innen. Wer das ein paar Saisons durchzieht, braucht irgendwann keine Liste mehr. Für die erste Zeit – und für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen – ist die Checkliste aber Gold wert. Nutz das Tool oben, mach den Check zur Gewohnheit, und du rollst jedes Mal entspannt los.
Was gehört auf die Wohnmobil-Checkliste vor der Abfahrt?
Zwei Blöcke: Fahrzeugtechnik (Füllstände wie Öl, Kühl- und Wischwasser, AdBlue; Reifen mit Druck, Profil und Alter; Licht; TÜV und Gasprüfung) und der Aufbau (Landstrom ab, Auffahrkeile raus, Antennen und Markise einfahren, alle Fenster und Dachluken verriegeln, Gas aus, Schränke und lose Gegenstände sichern).
Wie lange dauert ein gründlicher Abfahrts-Check?
In der eingespielten Routine schaffst du den kompletten Check in etwa 5 bis 7 Minuten. Mit einer interaktiven Checkliste zum Abhaken geht's noch schneller und du vergisst garantiert keinen Punkt.
Muss ich das Gas vor der Fahrt immer abdrehen?
Im klassischen Fall: ja, Gas-Hahn auf AUS. Hast du eine moderne Gasanlage mit Crashsensor, die den Betrieb von Kühlschrank oder Heizung während der Fahrt erlaubt, richtest du dich nach den Vorgaben deines Systems. Ohne solche Anlage gilt: lieber abdrehen, das ist die sichere Variante.
Wie alt dürfen Wohnmobilreifen sein?
Reifenexperten und der ADAC empfehlen, Wohnmobilreifen nach spätestens 6 bis 10 Jahren zu tauschen – unabhängig von der Profiltiefe. Wohnmobile stehen viel, dabei härtet die Gummimischung aus und der Bremsweg bei Nässe verschlechtert sich. Das Alter liest du am DOT-Datum auf der Reifenflanke ab.
Was passiert, wenn ich die Auffahrkeile vergesse?
Im schlimmsten Fall fährst du sie in die Radkästen und beschädigst sie – ein teurer und völlig vermeidbarer Schaden. Deshalb stehen die Auffahrkeile fest auf jeder guten Abfahrt-Checkliste.
Kann ich den Check auch alleine machen?
Klar. Den Licht-Check löst du allein, indem du dein Handy als Kamera aufstellst, alle Lichter durchgehst und dir danach die Aufnahme ansiehst. Den Rest gehst du in fester Reihenfolge rund ums Fahrzeug durch – genau dafür ist die Checkliste da.
Schau dir das Ganze auch im Video an: Ich erkläre die 10 Punkte Schritt für Schritt am Fahrzeug.
– oder direkt vorbeischauen auf @fan4van auf YouTube. Lass gern einen Kommentar da, welcher Punkt bei dir schon mal vergessen wurde – ich bin gespannt.