Solaranlage fürs Wohnmobil berechnen
reicht dein Strom zum autark stehen?
reicht dein Strom zum autark stehen?
Eine Solaranlage fürs Wohnmobil zu berechnen klingt nach Mathe-Stunde, ist aber die wichtigste Frage vor dem Frei- und Autark-Stehen: Reicht meine Batterie? Deckt das Solarpanel meinen Verbrauch? Oder steh ich nach zwei Tagen mit leerem Akku da? Mit dem Rechner unten bekommst du in wenigen Minuten eine ehrliche Antwort – inklusive realistischer Verluste, nicht mit Schönwetter-Werten vom Datenblatt.
Trag deine Verbraucher, deine Batterie und deine Solarleistung ein, und du siehst sofort deine Tagesbilanz und wie lange du ohne Nachladen durchkommst.
Reicht deine Solaranlage und Batterie, um autark zu stehen? Trag deine Verbraucher, deinen Speicher und deine Solarleistung ein – und sieh sofort, ob du im Plus bleibst oder bald nachladen musst.
Blei/AGM nur ~50 %, Lithium ~80–100 % entladbar.
Im Video zeige ich dir meinen Stromaufbau und wie du Verbrauch sparst.
▶ Zum VideoHinweis: Dieser Rechner liefert eine realistische Schätzung auf Basis typischer Verluste. Tatsächliche Erträge schwanken mit Wetter, Jahreszeit, Standort und Ausrichtung. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Berechnung.
Geh deine Geräte einmal ehrlich durch und schätz die tägliche Nutzung realistisch ein – im Sommer anders als im Winter. Bei der Batterie wählst du den Typ, dann setzt der Rechner den nutzbaren Anteil automatisch (du kannst ihn anpassen). Und bei den Sonnenstunden hilft die Schnellwahl: Sommer, Übergangszeit oder Winter machen einen riesigen Unterschied. Wer im Januar autark stehen will, braucht eine ganz andere Anlage als der Sommerurlauber.
Autarkie ist im Grunde eine simple Rechnung mit drei Größen.
Jedes Gerät frisst Watt mal Betriebsstunden. Der Kompressor-Kühlschrank ist dabei fast immer der größte Posten – aber Achtung, der läuft nicht 24 Stunden am Stück, sondern taktet. Im Rechner zählt nur die effektive Laufzeit, im Sommer oft acht bis zwölf Stunden.
Hier kommt es nicht auf die Nennkapazität an, sondern auf das, was du wirklich entnehmen darfst. Eine Blei- oder AGM-Batterie solltest du nur etwa zur Hälfte entladen, sonst altert sie schnell. LiFePO4-Akkus stecken 80 bis 100 Prozent locker weg – deshalb hält eine 100-Ah-Lithiumbatterie in der Praxis fast doppelt so lange wie eine gleich große AGM.
Eine 200-Wp-Anlage liefert eben nicht 200 Watt rund um die Uhr. Sonnenstand, Temperatur, Verschmutzung und der Laderegler kosten Leistung. Deshalb rechne ich mit einem realistischen Verlustfaktor von rund 70 Prozent. Lieber ehrlich planen als auf der Wiese stehen und sich wundern.
Viele wollen das Autarkie-Problem mit immer mehr Solar erschlagen. Oft ist es schlauer, beim Verbrauch anzusetzen. Eine sparsame Kompressor-Kühlbox, konsequent LED, der Laptop statt des großen Fernsehers – das spart über den Tag erstaunlich viele Wattstunden. Spiel das im Rechner ruhig durch: Hak einzelne Verbraucher ab und schau, wie sich deine Bilanz verändert. Du wirst sehen, wo deine dicksten Stromfresser sitzen.
Wie viel Solar brauche ich fürs Wohnmobil?
Das hängt komplett von deinem Verbrauch ab. Als grobe Hausnummer: Für sparsames Sommer-Camping reichen oft 150–200 Wp plus eine 100-Ah-Batterie. Wer Kühlschrank, Laptop und Heizungsgebläse intensiv nutzt, sollte mehr einplanen. Der Rechner zeigt dir deine konkrete Bilanz.
Wie rechne ich Wattstunden in Amperestunden um?
Wattstunden geteilt durch die Systemspannung. Bei 12 Volt sind 600 Wh also rund 50 Ah. Der Rechner macht das automatisch für dich.
Wie lange hält meine Batterie ohne Sonne?
Teile die nutzbare Kapazität (in Wh) durch deinen Tagesverbrauch. Genau diese Zahl spuckt der Rechner als „autark ohne Sonne“ aus.
Lohnt sich LiFePO4 gegenüber AGM?
Wenn du oft autark stehst: meistens ja. Du kannst deutlich mehr entnehmen, die Akkus sind leichter und halten länger – dafür ist die Anschaffung teurer.
Wenn du jetzt weißt, welche Ströme bei dir fließen, sind als Nächstes die Leitungen dran – zu dünne Kabel sind eine häufige Fehlerquelle und im schlimmsten Fall ein Brandrisiko. Den passenden Querschnitt findest du mit meinem Kabelquerschnitt-Rechner.